Eine bunte und verrückte Jungend verdient ihre eigene Seite. Meine Mutter, ehemals aus Kassel, lernte meinen Vater in Berlin kennen. Dieser hatte sich dort auf einer Europatour als Hair-Sänger abgesetzt, um der Einberufung zum Militär zu entgehen. In einer ehemaligen RAF-Fabriketage, die von meinen Eltern und ihren Freunden in eine Hippie-Lounge umgebaut war (die Eingangstür war ein Schrank), wurde ich gezeugt um im Jahr 1976 im Urban-Krankenhaus das Licht der Welt zu erblicken. Die Beziehung meiner Eltern währte nicht lange und wir zogen bald nach Spanien auf die kleine Aussteiger-Insel Formentera um fortan ohne fliessend Wasser, ohne Strom und Auto mit Zisterne, Petroliumlampen und Kerzen in alten Fincas zu wohnen. Dort verliebte sich meine Mutter neu und aus der Beziehung zu dem aus Amerika stammenden Aussteiger und Künstler Diki ging mein Bruder Roddy hervor. Er kam, durch eine Hausgeburt mit einer siebzigjährigen Hebamme in original Formenterenco-Tracht, bei der viele Freunde zugegen waren, zur Welt. Die Geburt zählt zu meinen frühesten Erinnerungen! Nach einigen Jahren zogen wir nach London. Wir wohnten dort über einem kleinen Healthfood-Store in Crouch End, Nord-London, wo ich auch eingeschult wurde. Jeden Morgen mussten wir zum Hofappell mit dem Direktor antreten. In London sah ich den ersten Schnee meines Lebens und rodelte auf Pappkartons die Hügel hinab!
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